Laut j · urgermanisch *jēra · Rune 12 von 24
Das zyklische Muster des Universums nach der Formel „Entstehen — Werden — Vergehen — neues Entstehen“. Jera ist eine der beiden „zentralen Runen“ des Futhark und setzt die zyklische Natur der stets werdenden horizontalen Ebene, das Mysterium des allgegenwärtigen Kreises. Es ist das Mysterium des zwölffachen jährlichen Sonnenzyklus: Raido ist der tägliche Weg der Sonne, Jera der jährliche, Sowilo die Sonne selbst.
Das zyklische Muster des Universums nach der Formel „Entstehen — Werden — Vergehen — neues Entstehen“. Jera ist eine der beiden „zentralen Runen“ des Futhark und setzt die zyklische Natur der stets werdenden horizontalen Ebene, das Mysterium des allgegenwärtigen Kreises. Es ist das Mysterium des zwölffachen jährlichen Sonnenzyklus: Raido ist der tägliche Weg der Sonne, Jera der jährliche, Sowilo die Sonne selbst. Jera ist der Lohn für ehrliches, rechtes und naturgemäßes vergangenes Handeln: kein moralisches, sondern ein natürliches Gesetz — die Frucht dessen, was unter „Glück“ (hamingja) recht gesät wurde. Der kosmische Aspekt der Fruchtbarkeit verweist auf den Gott Freyr, angerufen „til árs ok friðar“ — für eine gute Ernte und Frieden.
Paxson: JERA („Jahr/Ernte“) ist fast immer günstig — die Zeit des Erntens, der Lohn für frühere Arbeit, der Wohlstand der Gemeinschaft, ein gutes Jahr; auf geistiger Ebene — ein Bedürfnis nach Bewegung und Gleichgewicht, das Annehmen des natürlichen Kreislaufs. Sie wirkt sanft und allmählich.
Die Rune ist symmetrisch — es gibt keine Umkehrung; die Kehrseite: eine schlechte Saat bringt eine schlechte Frucht — „wie du säst, so wirst du ernten“, das Übel des sich drehenden Rades kehrt zum Schuldigen zurück. Hüte dich: das Beschleunigen des Wachstums nährt das Unkraut samt der Ernte.
Der rekonstruierte urgermanische Name *jēra bedeutet „(gutes) Jahr, Ernte“ — das stammt aus den Runengedichten und der vergleichenden Sprachwissenschaft. Die esoterischen Lesarten oben sind eine Rekonstruktion des 20.–21. Jahrhunderts, keine belegte alte Praxis — siehe die Referenz zum Älteren Futhark.
Esoterischer Kern und magische Wirkungen — Thorsson, „Futhark“ (1984); Deutung/Schatten/Praxis — Diana Paxson, „Taking Up the Runes“ (2005). Beides ist Revival des 20.–21. Jh., kein Altertum und kein Beweis.
Jera (*jēra) — (gutes) Jahr, Ernte. Das zyklische Muster des Universums nach der Formel „Entstehen — Werden — Vergehen — neues Entstehen“. Jera ist eine der beiden „zentralen Runen“ des Futhark und setzt die zyklische Natur der stets werdenden horizontalen Ebene, das Mysterium des allgegenwärtigen Kreises.
Die Rune ist symmetrisch — es gibt keine Umkehrung; die Kehrseite: eine schlechte Saat bringt eine schlechte Frucht — „wie du säst, so wirst du ernten“, das Übel des sich drehenden Rades kehrt zum Schuldigen zurück. Hüte dich: das Beschleunigen des Wachstums nährt das Unkraut samt der Ernte.
Der Laut ist „j“; der rekonstruierte urgermanische Name ist *jēra.