Laut t · urgermanisch *tīwaz · Rune 17 von 24 · auch Tyr geschrieben
Thorsson stellt dies als die Rune der Macht des Gottes Áss-Týr dar — des Gottes des Gesetzes und der Gerechtigkeit, der dem thing (der Volksversammlung) vorsteht; sie gilt als eine Kraft passiver Regulierung, die dem Transzendenten am nächsten steht. Ihr zentraler Mythos ist das Opfer: Týr legt seine Hand (seine „aktiven Vermögen“) in den Rachen des Wolfes Fenrir und rettet die Æsir, und so ist Tiwaz die Rune der Selbstaufopferung, der Könige und Anführer. Sie trägt ein dreifaches Mysterium: Gerechtigkeit, Krieg und die Weltsäule; der Name gilt als genaues Kognat des sanskritischen Dyaus, des griechischen Zeus, des lateinischen Ju-piter.
Thorsson stellt dies als die Rune der Macht des Gottes Áss-Týr dar — des Gottes des Gesetzes und der Gerechtigkeit, der dem thing (der Volksversammlung) vorsteht; sie gilt als eine Kraft passiver Regulierung, die dem Transzendenten am nächsten steht. Ihr zentraler Mythos ist das Opfer: Týr legt seine Hand (seine „aktiven Vermögen“) in den Rachen des Wolfes Fenrir und rettet die Æsir, und so ist Tiwaz die Rune der Selbstaufopferung, der Könige und Anführer. Sie trägt ein dreifaches Mysterium: Gerechtigkeit, Krieg und die Weltsäule; der Name gilt als genaues Kognat des sanskritischen Dyaus, des griechischen Zeus, des lateinischen Ju-piter. Krieg wurde als „Urteil durch Waffen“ (vápnadómr) aufgefasst, in dem der Sieger derjenige mit mehr numinoser Macht ist, die durch ehrenhafte Taten angesammelt wurde. Als Weltsäule (Irminsul, axis mundi) soll Tiwaz Himmel und Erde trennen und die Ordnung aufrechterhalten; sie wird als die Rune geistiger Disziplin und des Glaubens an das göttliche Gesetz dargestellt.
Paxson: TIWAZ — eine Rechtssache oder eine Situation, in der man für seine Rechte kämpfen und Gerechtigkeit suchen muss; an der Pflicht festzuhalten und einer höheren Wahrheit zu dienen, nötigenfalls durch Selbstaufopferung. Sie verleiht moralische Stärke und den Willen zum Sieg, Entschlossenheit und die Möglichkeit eines Konflikts.
Paxson gibt keine förmliche Umkehrung, zitiert aber Gundarsson: negativ — Starrheit, Vorurteil, Verlust der Perspektive. Eine Mahnung: Týr ist der Gott der absoluten Gerechtigkeit; rufst du ihn an, bekommst du Gerechtigkeit, nicht unbedingt den Sieg für dich im Besonderen.
Der rekonstruierte urgermanische Name *tīwaz bedeutet „der Gott Tiwaz / Týr“ — das stammt aus den Runengedichten und der vergleichenden Sprachwissenschaft. Die esoterischen Lesarten oben sind eine Rekonstruktion des 20.–21. Jahrhunderts, keine belegte alte Praxis — siehe die Referenz zum Älteren Futhark.
Esoterischer Kern und magische Wirkungen — Thorsson, „Futhark“ (1984); Deutung/Schatten/Praxis — Diana Paxson, „Taking Up the Runes“ (2005). Beides ist Revival des 20.–21. Jahrhunderts, kein Altertum und kein Beweis.
Tiwaz (*tīwaz) — der Gott Tiwaz / Týr. Thorsson stellt dies als die Rune der Macht des Gottes Áss-Týr dar — des Gottes des Gesetzes und der Gerechtigkeit, der dem thing (der Volksversammlung) vorsteht; sie gilt als eine Kraft passiver Regulierung, die dem Transzendenten am nächsten steht. Ihr zentraler Mythos ist das Opfer: Týr legt seine Hand (seine „aktiven Vermögen“) in den Rachen des Wolfes Fenrir und rettet die Æsir, und so ist Tiwaz die Rune der Selbstaufopferung, der Könige und Anführer.
Paxson gibt keine förmliche Umkehrung, zitiert aber Gundarsson: negativ — Starrheit, Vorurteil, Verlust der Perspektive. Eine Mahnung: Týr ist der Gott der absoluten Gerechtigkeit; rufst du ihn an, bekommst du Gerechtigkeit, nicht unbedingt den Sieg für dich im Besonderen.
Der Laut ist „t“; der rekonstruierte urgermanische Name ist *tīwaz.